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La Grande Cariçaie
Crapaud commun (Bufo bufo) © Grande Cariçaie
In Kürze
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Ein Naturraum von einmaligen Dimensionen
Die Grande Cariçaie ist mit einer Fläche von fast 3’000 Hektaren das grösste Seeuferfeuchtgebiet in der Schweiz. Sie dehnt sich über eine Uferlänge von gegen 40 km aus. Die Landschaft der Grande Cariçaie präsentiert sich uns wie ein langer Schal aus Sumpfgebieten, gesäumt von Uferwäldern und beherrscht von bewaldeten Steilhängen des alten Seeufers. Vier Kantone (Waadt, Freiburg, Neuenburg und Bern) teilen sich in diesen natürlichen Reichtum. Der Name "Grande Cariçaie" stammt von der hier am meisten verbreiteten Pflanze, der Steifen Segge (Carex elata), auf Französisch "le grand carex".

Ein Naturgebiet von nationaler und internationaler Bedeutung

Die Grande Cariçaie beherbergt allein 20% der Flachmoore und 25% der Auengebiete des schweizerischen Mittellandes. Sie dürfte gegen 800 Pflanzenarten und wahrscheinlich mehr als 10’000 Tierarten besitzen, was etwa einem Viertel der Flora und der Fauna der Schweiz entspricht.

Die Grande Cariçaie ist in 6 eidgenössischen Inventaren enthalten: Landschaften und Naturdenkmäler, Moorlandschaften, Flachmoore, Auengebiete, Amphibienlaichgebiete und Wasser- und Zugvogelreservate von nationaler und internationaler Bedeutung. Die grosse Ausdehnung und die Verschiedenheit der Lebensräume sowie die Vielfalt und die Fülle ihrer Tier- und Pflanzenarten haben ihr zu einer Anerkennung verholfen, die weit über die Landesgrenzen reicht. Die Grande Cariçaie ist sowohl ein Biogenetisches Schutzgebiet des Europarates als auch ein Ramsar-Gebiet, benannt nach der iranischen Stadt, in der das Übereinkommen zum weltweiten Schutz der Rast-, Brut- und Überwinterungplätze von Vögeln unterzeichnet wurde.

Rohrammer (Emberiza schoeniclus)
© Deyrmon